Aktuelles und Termine

Keine Angst vor finanzieller Bildung

„Ich habe von diesem Thema überhaupt keine Ahnung“, antworten junge Erwachsene auf die Frage nach ihrer finanziellen Grundbildung. Das Präventionsnetzwerk Finanzkompetenz setzt sich seit langem für eine nationale Strategie zur Finanzbildung ein. Prof. Birgit Weber und Dr. Birgit Happel im Interview mit dem Schulportal Verbraucherbildung:

https://www.verbraucherbildung.de/artikel/keine-angst-vor-finanzieller-bildung?fbclid=IwAR2DOc373LG9WCf5mEKlupAy3XvmFwI6utJPwCQQYlquL7HH8wrOeYO9_yg

Maren Lohrer ist EPALE Botschafterin

Unser Mitglied Maren Lohrer ist seit dem 01.10.2019 eine von elf deutschen „EPALE Botschafterinnen und Botschaftern“. EPALE ist eine E-Plattform der EU-Kommission für Erwachsenenbildung in Europa. In diesem Zusammenhang hat sie sich nun mit dem Thema finanzielle Bildung befasst. Wir freuen uns, dass auch das Präventionsnetzwerk Finanzkompetenz bzw. unser Vorstandsmitglied Marius Stark dabei zu Wort kommt.

https://epale.ec.europa.eu/de/blog/fit-fuer-den-alltag

Einladung zum Erfahrungsaustausch „Verbraucherschutz im Kontext Flüchtlinge“ am 12.9.2019 in Kiel

Programm
Programm_Erfahrungsaustausch_final.pdf [36 KB]Download

 

Referent/innen gesucht

Seit 2015 zeichnet das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz Bildungseinrichtungen aus, die in besonderen Schwerpunkten Verbraucherbildung in den Themenbereichen Finanzen/Recht und Digitale Welt behandeln. Besonderes Merkmal der Bildungsangebote ist die wirtschaftliche Neutralität der Referentinnen und Referenten. Um die Angebote der Verbraucherbildung an den Stützpunkten zu bereichern, bedarf es besonderer Fachexpertise.

Die aktuell 18 Standorte (Stand: 15.07.2019) www.verbraucherbildung.bayern.de sind Volkshochschulen, evangelische oder katholische Bildungswerke und das Bildungswerk des Bayerischen Bauernverbandes. Sie erreichen besondere Zielgruppen, wie Jugendliche, Menschen in Umbruchsituationen oder Problemlagen, in der Integration u.v.m in ganz Bayern. Dabei setzt man auf die Expertise zahlreicher Kooperationsparter, wie beispielsweise Verbraucherzentrale und VerbraucherService Bayern und das Präventionsnetzwerk Finanzkompetenz.

Für Ihr Interesse an einer Zusammenarbeit zur Gestaltung von Bildungsangeboten an den Stützpunkten/Bildungseinrichtungen wenden Sie sich an:

Christian Hampl
Projektkoordination und -organisation / Drittmittelakquise
Verbraucherbildung Bayern / Junge vhs
hampl@vhs-suedost.de
Tel: 089 442 389-170

 

Internationale Konferenz zu Finanzdienstleistungen 2019: Transparenz, 23.05.–24. 05.2019

 

Das Präventionsnetzwerk war auf der Jahreskonferenz des iff, Institut für Finanzdienstleistungen e.V. gleich mit zwei Panels in Hamburg vertreten. Der Geschäftsführer des Instituts, Dr. Dirk Ulbricht ist seit letztem Jahr in unserem Vorstand. Die beiden Panels wurden vom Vorstand gemeinsam organisiert.

 

Panel Finanzielle Bildung und digitale Angebote – Möglichkeiten und Grenzen

Bei der Diskussion um den Stand der Finanziellen Bildung wurde deutlich, dass sich der Markt für Angebote stark ausdifferenziert hat. Bei Online-Angeboten und neuen Initiativen, wie Finanzblogs und Webinaren ist vor allem auf die Neutralität und Seriosität der Anbieter sowie die Qualität der Angebote zu achten. Die Chancen der neuen Optionen sind vielfältig – etwa die Erreichbarkeit bestimmter Zielgruppen und die kostengünstigen Verbreitungsmöglichkeiten der Angebote. Andererseits sind auch Gefahren nicht zu vernachlässigen, wie das Werben mit unlauteren Mitteln oder gar die Verbreitung von illegalen Schneeballsystemen im Krypto-Bereich, auf die die Marktwächter der Verbraucherzentralen jüngst hingewiesen haben. Vorstandsmitglied Dr. Birgit Happel, seit letztem Jahr im Vorstand, vertrat das PNFK auf diesem Panel. Auch unser Vereinsmitglied Geld und Haushalt war durch die Referentin Lena Salein vertreten. Für den Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) stellte Dr. Vera Fricke, die den Bereich Verbraucherbildung verantwortet die Weiterführung des Materialkompass in Aussicht. Eine Qualitätssicherung, wie sie der Materialkompass für Schulmaterialien und -angebote gewährleistet, bleibt nach wie vor unerlässlich und sollte auch in der Erwachsenenbildung eingesetzt werden. Hier ist vor allem zu gewährleisten, dass die Grenze zwischen Bildungsangebot und dem Vertrieb von Finanzdienstleistungsprodukten streng eingehalten wird. Für die Stiftung Deutschland im Plus nahm Stiftungsvorständin Andrea Brinkmann an der Diskussion teil. Die Panelteilnehmerinnen des all-female-Panels waren sich einig, dass eine staatlich flankierte finanzielle Bildung weiterhin ein gemeinsames Anliegen darstellt und vertraten diese Position bei den im Publikum anwesenden Regierungsvertreter/innen.

Der Lifestream des Panels Finanzielle Bildung ist hier einsehbar.

 

Panel Frauen und Finanzen

Finanzielle Bildung, die für Risiken im Umgang mit Geld und Finanzdienstleistungen sensibilisiert, ist ein wichtiger Baustein zur Verbraucheraufklärung. Frauen sind aktuell in den Fokus von Bildungsanbietern und Produktanbietern gerückt. Im Bereich Social Media und Online-Angeboten ist es nicht immer leicht, zu differenzieren zwischen echten Bildungsangeboten, die einen Empowermentansatz in sich tragen und Angeboten, die lediglich eine Geschäftsidee transportieren. Die politische Dimension des Geldes der Frauen erlangt seit einigen Jahren durch Social Media und Unterstützung der Printmedien neue Reichweite. Auch im Jahr 2019 erschweren strukturelle Rahmenbedingungen die Vereinbarkeit von Berufs-, Karriere- und Lebenswegen von Frauen. Aus diesem Grund birgt das (neoliberale) Paradigma der Eigenvorsorge im Bereich Frauen und Geld eine besondere Brisanz. Auf dem Panel diskutierten Annette Siragusano (Leiterin Unternehmenskommunikation comdirect), Anne Connelly (herMoney), Barbara Rojahn (Frauenfinanzberatung) und Vorstandsmitglied Dr. Birgit Happel (Geldbiografien). Birgit Happel setzte sich für die Stärkung der Finanzkompetenz aller Frauen ein. Ihre Beobachtung ist, dass sich viele Angebote gezielt an Akademikerinnen richten und den Frauen nicht flächendeckend zugutekommen. Sie vertritt die Ansicht, dass es beim Thema Frauen und Finanzen nicht allein um die Kenntnis von Verbraucherfallen, Anlagemöglichkeiten oder Kapitalmärkten geht, sondern auch sozioökonomische Bildungsinhalte vermittelt werden müssen. Dies etwa, um Frauen vor strukturellen Einbahnstraßen wie Teilzeitfallen zu warnen, in ihren beruflichen Kompetenzen zu stärken und um ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit im Ganzen voranzubringen.

Birgit Happel

Altersarmut

Praxishandbuch für Finanzkompetenz im Älterwerden: jetzt zum Download online

Da Altersarmut ein Schwerpunktthema des Präventionsnetzwerk Finanzkompetenz ist, freuen wir uns besonders über die Veröffentlichung. Es bietet Hinweise und Informationen zum Thema „Finanziell fit in allen Lebensphasen“. Das Praxishandbuch wurde mit Unterstützung von Mitgliedern des Präventionsnetzwerk Finanzkompetenz erstellt. Vorstandsmitglied Marius Stark war Mitglied der Arbeitsgruppe, die diese Idee entwickelt hat. Manuela Witt (ebenfalls Mitglied im PNFK) hat maßgeblich an der Redaktion Praxishandbuch mitgearbeitet. Das Praxishandbuch wurde im Januar auf der Jahrestagung des Präventionsnetzwerk Nordrhein-Westfalen vorgestellt und dabei unter anderem von Marius Stark (PNFK), Manuela Witt (Witt Budgetberatung) und Maike Cohrs (Diakonisches Werk Köln und Umgebung) der zuständigen Ministerin Ursula Heinen-Esser (Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen) übergeben.

 

Save the Date

Finanzielle Bildung tut Not. Aber wie und von wem soll sie umgesetzt werden?

22. November 2019, Berlin

Leider hat finanzielle Bildung in Deutschland einen geringen Stellenwert. Deshalb gibt nach wie vor einen erheblichen Bedarf an guter Finanzbildung. Da wundert es nicht, wenn internationale Vergleichsstudien zeigen, wie schlecht es um die finanzielle Bildung in Deutschland bestellt ist. Hierbei waren wohlgemerkt nicht die finanzmathematischen Kenntnisse der Testteilnehmer gefragt. Es ging um das grundsätzliche Verständnis finanzieller Zusammenhänge.

Finanzbildung ist, wie Bildung in Deutschland allgemein, Ländersache. Das Ausmaß und die Qualität sind dementsprechend unterschiedlich, je nachdem, in welchem Bundesland man aufwächst. Unterschiedliche private Initiativen haben sich seit Jahren zum Ziel gesetzt, diese Lücke zu schließen. Die Qualität ist dabei sehr unterschiedlich.

Während Schulbücher von den zuständigen Ministerien intensiv geprüft werden, entfällt eine solche Prüfung bei Unterrichtsmaterial privater Anbieter. Das heißt, die Materialien werden weder auf ihre Inhalte noch auf ihre Didaktik hin überprüft. Und auch nicht auf Interessen Dritten.

Fragen gibt es also viele. Wir wollen darüber reden.

  • Wie kann finanzielle Bildung in den Bundesländern besser gefördert werden?
  • Wie sinnvoll ist es, wenn Anbieter von Finanzdienstleistungen ausgerechnet zu finanzieller Bildung beraten?
  • in welchem Rahmen können sich die privaten Initiativen einbringen , um gemeinsam mit den staatlichen Angeboten eine optimale finanzielle Bildung sicher zu stellen?
  • Welche Rahmenbedingungen müssen gelten, damit finanzielle Bildung nicht die falschen Anbieter in einen ungeschützten Bereich eintreten lässt?
  • Wie und von wem können Standards geschaffen werden?
  • Wie kann eine kritische Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Initiativen stattfinden?

Das Präventionsnetzwerk Finanzkompetenz will am 22.11.2019 in der Nordrhein-Westfälischen Landesvertretung in Berlin mit Experten und mit Ihnen diskutieren.

Das aktuelle Programm sowie sie die Anmeldemöglichkeiten finden Sie ab Mai 2019 hier auf www.pnfk.de.

Wenn Sie darüber hinaus im Präventionsnetzwerk Finanzkompetenz mitwirken wollen, freuen wir uns auf Ihre Fachkompetenz und / oder finanzielle Unterstützung.

Mitgliederversammlung und Vorstandswahl

25. Oktober 2018 Berlin

Am Vortag der FinKomReloaded haben wir uns zur jährlichen Mitgliederversammlung getroffen.
Hauptthema und -anliegen war die Zukunft unseres Vereins Präventionsnetzwerks. Diese konnte gesichert werden.

Die Mitglieder haben bekräftigt, den Verein als einzigartige bundesweite Austauschplattform für Finanzkompetenz und finanzieller Bildung weiter aufzubauen und zu stärken. Aus den Reihen der Mitglieder wurde ein neuer, deutlich erweiterter Vorstand einstimmig gewählt.

Bestätigt als Vorstände:
Marius Stark (Vorsitz), Thomas Raddatz (Stellvertretender Vorsitzende), Franz Thien (Finanzen)

Neu im Vorstand:
Dr. Birgit Happel, Michael Baur, Dr. Dirk Ulbricht, Christiane Heger

Der Vorstand, kurz nach der Wahl (von links):
Birgit Happel, Dirk Ulbricht, Marius Stark, Michael Baur, Christiane Heger, Franz Thien, Thomas Raddatz